Johanniter Juni 2025
Hamburg / In Krisensituationen wie Strom- ausfällen oder Naturkatastrophen sind Men- schen mit Beeinträchtigungen besonders gefährdet. „Besprechen Sie Einschränkun- gen und Bedürfnisse mit Ihren Angehörigen oder Nachbarn, um einen effektiven Not- fallplan zu erstellen und stimmen Sie sich im Vorfeld ab, wer sich um was kümmert“, rät Nicolas Tobaben, Bereichsleiter Bildung, Integration und Katastrophenschutz bei den Johannitern. Den Haustürschlüssel bei ver- trauenswürdigen Personen zu hinterlassen, erleichtert im Ernstfall den schnellen Zu- gang zur Wohnung. „Denken Sie unbedingt an wichtige Medikamente oder weitere be- nötigte Hilfsmittel, wenn Sie die Wohnung verlassen müssen! Jedes Familienmitglied sollte darüber Bescheid wissen.“ Auch ein Hausnotrufsystem kann Leben retten: Dank des integrierten Akkus ist das Gerät bei Stromausfällen mindestens 24 Stunden unabhängig von der Stromver- sorgung. In der Notrufzentrale sind Kontakt- daten von Angehörigen, Pflegedienst oder Nachbarn sowie Angaben zu Gesundheits- problemen oder Medikamenten hinterlegt. Für Personen mit Assistenzhunden ist es wichtig, Vorräte und Wasser für die Tiere bereitzuhalten. „Bedenken Sie, dass As- sistenzhunde trotz intensiven Trainings in Notsituationen verunsichert sein können“, warnt Tobaben. Für Menschen mit Sprach- oder Hörbeeinträchtigungen sollten Schreib- block und Stifte im Notgepäck enthalten sein. Mit einer Taschenlampe kann man mit Blinksignalen auf sich aufmerksam machen. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen gibt es für den Katastrophenfall spezielle Notfallradios mit visuellen Alarmfunktionen. Mehr zum Jahresthema: www.johanniter.de/nord/ vorbereitet Jahresthema: BERE!T FÜR ALLE FÄLLE Notfallplanung für Menschen mit Beeinträchtigungen Die Johanniter im Norden
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