Johanniter Juni 2025
Johanniter / Juni 2025 / Landesverband Nord / Vorgestellt Lübeck / Ob global, regional oder persön- lich: Krisen treffen unmittelbar und wiegen oft schwer. Eine solche Ausnahmesituation zu bewältigen, erfordert Resilienz. Aber was ist das überhaupt? „Resilienz bedeutet Anpassungs- fähigkeit: Wie kann ich mein Verhalten ändern, damit ich die Krise gut durch- stehe? Vor allem: ohne größeren Schaden davon zu tragen?“, erklärt Matthias Reh- berg, Bereichsleiter für Einsatzdienste im Regionalverband Schleswig-Holstein Süd/ Ost. Er ist für den Katastrophenschutz und Rettungsdienst zuständig sowie in verschiedene Organe auf Kreis- und Landesebene eingebunden, die sich um die Vorbereitung auf Krisen kümmern. Nicht nur Indivi- duen, auch Gesellschaften können und müssen resilient sein. „Wie anpassungsfähig ist eine Gemeinde, ein Bundesland oder ganz Deutschland, wenn z.B. der Strom aus- fällt oder das Wasser über die Ufer tritt?“, fragt Matthias Rehberg. Und da kommt die Johanniter-Unfall-Hilfe ins Spiel. Jedes Bundesland organisiert den Katastrophenschutz mit mehreren Einheiten selbst, die unterschiedliche Aufgaben über- nehmen. „In unserem Regionalverband gibt es vier Sanitätsgruppen, zwei Führungs- gruppen und eine Logistikgruppe. Zudem können wir mit weiteren Einheiten helfen, wie etwa mit der Taucher- oder Bootsgrup- pe“, erklärt Rehberg. Die SanGruppen bestehen aus Sani- tätshelferinnen, Rettungssanitätern sowie ärztlichem Personal, die bei einer großen Schadenslage die Erstversorgung überneh- men. „Damit ist eine Situation gemeint, die mit üblichen Rettungsmitteln nicht mehr be- wältigt werden kann, wie z.B. eine Naturka- tastrophe oder ein großer Bombenanschlag.“ (1) (2) In dieser Rubrik stellen wir beispielhaft ehrenamtliche Dienste aus dem Norden vor, diesmal: Johanniter- Katastrophenschutz Resilient in der Krise „Alle müssen mit anpacken“ 20
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