Johanniter März 2026
Die Johanniter in Berlin und Brandenburg Berlin / Mehr als 80 ehrenamtliche Einsatz- kräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe sind zu Jahresbeginn nach dem großflächigen Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf für die Betroffenen im Einsatz gewesen. Nach Angaben des Netzbetreibers handelte es sich dabei um den längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg: 50.000 Haushalte sowie zahlreiche Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Kranken- häuser waren dabei vom 3. Januar an nach einem Brand an mehreren Stromkabeln vom Netz getrennt. Mit der Alarmierung durch den Ein- satzstab der Berliner Feuerwehr begann zudem der bislang längste gemeinsame Einsatz der Berliner Hilfsorganisationen bei einem Großschadensereignis. Über fünf Tage hinweg waren auch Johanniter-Hel- ferinnen und -Helfer im Südwesten Berlins aktiv, um Menschen zu unterstützen, die sich in der Ausnahmesituation nicht selbst helfen konnten — vor allem ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen sowie Fami - lien mit kleinen Kindern. Die Berliner Johanniter waren dabei insgesamt 127 Stunden im Einsatz. Die eh- renamtlichen Einsatzkräfte wechselten sich in Zwölf-Stunden-Schichten ab. Eingesetzt wurden Kräfte in Führungsdienst, Fern- meldedienst, Betreuung, Patiententransport sowie Logistik und Verpflegung. Rund 20 Fahrzeuge waren in dieser Zeit unterwegs. Als eine der ersten Organisationen richteten die Johanniter in der Sporthalle ei- ner nahegelegenen Schule eine Betreuungs- stelle ein. Parallel standen durchgehend Krankentransport- und Rettungswagen be - reit, mit denen hilfsbedürftige Menschen in geeignete Unterkünfte gebracht und auch wieder in ihre Wohnungen zurückbegleitet wurden. Stromausfall in Berlin Fünf Tage im Bevölkerungsschutz aktiv Weiter auf Seite 2
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