Johanniter März 2026

Mitmach-Aktion Masche für Masche Gutes tun Stuttgart / Es gibt Geschichten, die oft im Dunkeln bleiben. Geschichten von Frauen, die in einer Welt leben, die den meisten verborgen bleibt. Doch inmitten dieser Schatten gibt es Licht – wie das Projekt „Plan P“ der Johanniter in Stuttgart. Denn es zeigt Frauen einen Weg aus dem Teufelskreis der Prostitution. „Plan P“ bietet den Frauen eine Berufs- und Sozialberatung an, um Schritte in ein selbstbestimmtes Leben zu gehen. Der Fokus liegt darauf, die Klientinnen ganzheitlich zu betreuen. „Es geht darum, die gesamte Bedarfsgemeinschaft zu sehen und auch den Hinter- grund zu berücksichtigen, da Kinder, Partner oder Ange- hörige oft finanziell von den Klientinnen abhängig sind“, erklärt Stefanie B., eine Sozialpädagogin von „Plan P“. 99% der Klientinnen sind Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, die überwiegend aus Osteuropa stam- men. Eine große Herausforderung im Projekt ist das Vertrauen. Oft haben die Klientinnen bereits viele ent- täuschende Erfahrungen gemacht. „Wir müssen erst beweisen, dass wir wirklich an ihrer Seite stehen, bevor sie sich öffnen.“ Das Team muss in der ersten Zeit viel Geduld aufbringen. „Wir erarbeiten mit den Frauen dann eine Basis, helfen beim Erstellen eines Lebens- laufs und beim Überwinden von bürokratischen Hürden wie fehlender Krankenversicherung, Wohnadresse oder Bankverbindung“, erklärt Stefanie weiter. Ohne diese grundlegenden Dinge ist es den Frauen praktisch un- möglich, aus der Prostitution auszusteigen. Erfolge im Projekt sind: Eine Krankenversicherung, die Anmeldung beim Jobcenter, der Bezug einer eige- nen Wohnung und bestenfalls eine berufliche Weiter- entwicklung – all das sind bedeutende Meilensteine. „Unser Ziel ist es nicht, dass jede Frau sofort in Vollbe- schäftigung geht, sondern dass sie sich Stück für Stück ihre Unabhängigkeit zurückerobert.“ Für viele Frauen bedeutet das, jahrelang an ihrem Ausstieg arbeiten zu müssen. „Im Schnitt brauchen wir zwei Jahre, um eine stabile Grundlage zu schaffen. Manche bleiben sogar fünf Jahre oder länger bei uns. Es gibt viele, die nicht an einen Ausstieg glauben – aber wir können es schaffen“, weiß Stefanie. Genau das ist „Plan P“: ein Versprechen, dass der Weg aus der Prostitution möglich ist. Beratung und Hilfe Mit „Plan P“ den Ausstieg schaffen Stuttgart / Ob gemütlich auf dem Sofa oder in einer kreati- ven Runde: Wer Socken strickt, kann mehr tun, als für warme Füße sorgen. Gesucht werden selbstgestrickte Socken, die von unseren Ehrenamtlichen auf Wochen- und Weihnachtsmärk- ten oder bei kleinen Veranstal- tungen verkauft werden. Der Erlös dieser Aktion kommt dann vollständig unserer Kindertrau- ergruppe „Lacrima“ in Stuttgart zugute. Jedes Paar zählt und hilft Kinder und deren Familien auf ihrem Weg aus der Trauer. Machen Sie mit und verwan- deln Sie Wolle in Trost. Fotos: Pixabay Bitte die fertigen Sockenpaare schicken an: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Simone Dörk Stöckachstr. 16 70190 Stuttgart 20 Johanniter / März 2026 / Landesverband Baden-Württemberg

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