Johanniter März 2026
Damit eine ausgelassene Kindheit ohne Angst mög - lich ist: Das „Haus der Kinder“ bietet ein sicheres Zuhause. Spenden Sie! Unterstützen Sie die Arbeit der Johanniter in der Kinder- und Jugendhilfe: Spendenkonto Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. IBAN DE94 3702 0500 0433 0433 00 Stichwort: Kinder- und Jugendhilfe Jugendlichen Selbstbewusstsein tanken und Aggres - sionen verarbeiten lernen. Oder einmal im Jahr das Survival-Camp, bei dem sie durch Angeln, Kochen, Biwak bauen, Feuer machen und im Freien über - nachten eine besondere Form der Selbstwirksam- keit erfahren und das Gruppengefühl stärken. Doch in ihrem Alltag werden die jungen Menschen, die in den Wohngruppen zusammenleben, stets von ihren traumatischen Erfahrungen begleitet. Beinahe alle haben Gewalt erfahren und nicht gelernt, Konflikte gut zu lösen. Ob im „Haus der Jugend“ oder im „Haus der Kin - der“ – die Lunte ist oft kurz und jederzeit kann jemand „in die Luft gehen“. Um das zu kompensie - ren und zu kontrollieren, braucht es geschultes und spezialisiertes Personal. „Wir haben eine Trauma - therapeutin, eine Kinderschutzfachkraft, einen Er - lebnispädagogen und einen Medienpädagogen unter uns“, so Oliver Brückner. Perspektiven möglich machen / Individuell auf die Bedarfe und Themen jedes einzelnen jungen Men - schen einzugehen - das macht gute Kinder- und Jugendhilfe aus. Gerade hier sieht Ylvi Hornemann, Fachbereichsleiterin Kinder- und Jugendhilfe in der Johanniter-Bundesgeschäftsstelle, die Stärke der großen Hilfsorganisation: „Unsere Größe und breite Aufstellung ermöglichen es uns, in den Diensten der Kinder- und Jugendhilfe agil zu sein und flexibel auf Bedarfe zu reagieren. Helfen hat bei den Johanni - tern viele Facetten. Aus unserem karitativen Auftrag heraus engagieren wir uns nicht nur im Rettungs- dienst, im Katastrophenschutz und in der Pflege, sondern eben auch in der Kinder- und Jugendhil- fe“, erklärt die Expertin. „Sie ist fester Bestandteil unseres Selbstverständnisses – und ein Bereich, in dem wir auch künftig Verantwortung übernehmen und neue Perspektiven für junge Menschen eröffnen wollen.“ Und gerade die breite Palette an Diensten sei dabei ein enormer Vorteil. Mehrere Generationen, ja, sprichwörtlich ein ganzes Dorf, welches das Aufwachsen der Kinder begleitet - das erleben die Bewohner im „Haus der Kinder“ in der Nähe von Jüterbog. Teamleiterin Jessica Rona wohnt selbst in dem Dorf, konnte noch vor dem Bezug des Häuschens die Nachbarn davon überzeu- gen, dass sie keine „wilde Horde“ erwartet, sondern junge Menschen, die Hilfe benötigen. Und so wurde die Renovierung eine Dorfaufgabe. Auch Weih - nachtsgeschenke, Ausflüge und Einkäufe werden von der hiesigen Bevölkerung unterstützt. Und die zuerst etwas besorgten Nachbarn des Kinderhauses freuen sich, dass bei ihnen in der Umgebung neues Leben einkehrt. Auch das ist eine gute Kindheit – wenn die Menschen im nächsten Umfeld ein Teil davon sind. / Peter Altmann www.johanniter.de/kinder Foto: Nikolaus Brade Johanniter / März 2026 / In Aktion 8
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