Johanniter März 2026
Hamburg / Ob Unwetter, Stromausfall oder Nachrichten über Kriege und Klimawandel: Kinder spüren Krisen, selbst wenn Erwach- sene versuchen, sie davor zu schützen. Für Eltern und Großeltern besteht die große Herausforderung, offen und alters- bzw. entwicklungsgerecht über schwierige The- men zu sprechen, um Ängste bei Kindern abzubauen und die seelische Widerstands- kraft, die sogenannte Resilienz, zu stärken. Kleinkinder im Kita-Alter erfassen noch keine komplexen Zusammenhänge in der Welt. Sie orientieren sich vor allem an der Stimmung der Erwachsenen, denen sie vertrauen. Wenn Eltern oder Großeltern ruhig bleiben und Situationen kindgerecht erklären, ohne zu dramatisieren, fühlen sie sich sicher, zum Beispiel nach einem Brand im Nachbarhaus: „Es gab ein Feuer. Das Haus hat gebrannt. Aber die Feuerwehr ist gekommen und hat das Feuer schnell ge- löscht. Jetzt sind alle wieder sicher.“ Jahresthema: BERE!T FÜR ALLE FÄLLE Mit Kindern über Krisen sprechen: Praktische Tipps für Eltern und Großeltern Die Johanniter im Norden Mehr Tipps finden Sie auf unserer Landingpage zum Jahresthema: www.johanniter.de/nord/vorbereitet Grundschulkinder verstehen, dass es Kriege und Naturkatastrophen gibt, können aber Gefahren und ihre Bedeutung für die Familie nicht so genau einschätzen. Sie stellen viele Fragen und wollen, dass ihre Eltern alles er- klären. Die Fragen der Kinder sollten Eltern ehrlich beantworten, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, und den Schwerpunkt auf Lösun- gen und Handlungen legen, zum Beispiel, dass bei einem Erdbeben die Hilfe für die Menschen vor Ort bereits organisiert ist. Zeigen Sie, dass Angst, Wut oder Trauer erlaubt sind. Kinder lernen dadurch, ihre eigenen Emotionen ein- zuordnen. Auch Erwachsene dürfen Unsicher- heit zugeben. Für die Kinder ist aber wichtig, dass sie signalisieren, dass sie für ihre Kinder da sind und dass die Familie zusammenhält. Das gibt Struktur im Chaos.
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