Johanniter März 2026

Fotos: Tobias Naumann, Sebastian Späthe Der Notfallsanitäter Dirk Behnke im Pilzglück. Michéle Schau, Teamleitung Katastrophenschutz und Sanitätsdienst, bei der Einweisung der Fahrzeuge. Gemeinsam fit für Notfälle Wie Resilienz Vertrauen stärkt Teamwork zählt auch beim Transport von Verletzten; oder um Teamkameradinnen etwas zu chauffieren. Leipzig / 07:00 Uhr, Samstag- morgen: Bei leichtem Niesel- regen sammeln sich gut 100 Einsatzkräfte der 23., 24. und 25. Medical Task Force (MTF) auf einem Parkplatz, um in die Annaburger Heide aufzubre- chen. Geplant ist ein organisa- tionsübergreifender Praxistag. Nach kurzer Einweisung macht sich die Kolonne aus 25 Fahrzeugen mit Blaulicht auf den Weg. Trotz des herbstlichen Wetters ließen sich die Hel- fenden nicht entmutigen – im Gegenteil: Die widrigen Witte- rungsbedingungen boten beste Voraussetzungen für ein realis- tisches Training. Komplexe Gefahrenlagen Unterschiedliche Szenarien, forderten ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Teamarbeit: Neben der Orientierung im Gelände mit Karte und Kom - pass, standen medizinische Notfallmaßnahmen auf dem Programm, wie das zügige und korrekte Stillen von Blutungen mit Tourniquet, Emergency Bandage und Beckenschlinge. Nicht minder wichtig: der Auf- und Abbau sowie Be- trieb eines Behandlungsplatzes bei größeren Schadenslagen; einschließlich der korrekten Lagerorganisation sowie der Transport von Verletzten. Als Highlight des Tages testeten die Teilnehmenden die überarbeite- te CBRN-Ausstattung (Chemi- sche, Biologische, Radiologische und Nukleare Gefahrenabwehr) und machten sich mit neuen Masken sowie der autarken Aufbereitung von Frischwas - ser im Gelände vertraut. Beide Themen gewinnen angesichts aktueller Gefahrenlagen zuneh- mend an Bedeutung. Im Ernstfall ein Team Bei der Übung stand vor allem die Zusammenarbeit der Hilfs- organisationen im Fokus. Neben Johanniterinnen und Johanni- tern vertieften auch Einsatz - kräfte von Feuerwehr, Malteser, DRK, ASB und Falck ihr techni - sches Wissen. Dabei immer im Fokus: das Miteinander und die Kommunikation zwischen den einzelnen Organisationen. Natürlich kam auch die Verpflegung nicht zu kurz: Neben reichlich starkem Kaffee gab es sächsische Kartoffelsup - pe aus der Feldküche, die für die nötige Wärme und Energie sorgte. In der Mittagspause nutzten einige ihren Spürsinn und sammelten frische Pilze am angrenzenden Waldesrand – ein kleines Abenteuer abseits des Übungsalltags. 15:30 Uhr kehrten die Teilnehmenden geschafft, aber zufrieden nach Hause zurück; gut gerüstet für zukünftige Einsätze. Gemeinsame Planung des Behandlungsplatzes. Erstkontakt mit dem neuen CBRN-Material. 20 Johanniter / März 2026 / Landesverband Sachsen

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