Johanniter März 2026
Flöha / In der Seniorenresi- denz »Villa von Einsidel« wartet Frau B. auf einen besonderen und gleichermaßen schweren Termin. Sie möchte Abschied nehmen von ihrem kürzlich ver - storbenen Mann. Vor wenigen Tagen wurde er auf dem Zent- ralfriedhof in Freiberg bestattet. Rund 25 Kilometer sind es von der Einrichtung bis zum Friedhof, doch die Seniorin ist seit Langem nicht mehr mo- bil und die Strecke mit einem herkömmlichen Transport nicht mehr zu bewältigen. Um ihr dennoch die Möglichkeit eines letzten Grußes zu geben, hat sich ihr Sohn bei den Johanni- tern gemeldet. Mit Hilfe der Wunsch-Am- bulanz der Johanniter GmbH konnten zwei Mitarbeiter der Zwei Johanniter be- gleiteten eine ältere Dame beim letzten Abschied ihres Mannes. Fotos: Alexa Langer, Schutzverband Dresdner Stollen/M.Schmidt Die Johanniter Wunsch- Ambulanz ist ein Gemein- schaftsprojekt verschiedener Verbände sowie der Johanni - ter GmbH. Sie erfüllt schwer erkrankten oder immobilen Menschen Herzenswünsche und bringt sie an Orte, die für sie von besonderer Bedeutung sind. Wunschambulanz hilft beim Abschied Ein letzter Gruß Rettungswache Flöha die Dame zum Grab begleiten, wo bereits ihre Angehörigen warteten. Trotz der emotionalen Situation war die Stimmung von Würde und Dankbarkeit geprägt. Nach einer kurzen Zeremonie ging es für Frau B. wieder sicher zurück in die Seniorenresidenz. Ein Stück Stollen, ein Stück Hoffnung Zwei Tonnen gegen die Trauer Zwei Tonnen Stollengebäck: Jedes verkaufte Stück hilft sozialen Projekten. Dresden / Das Dresdener Stol- lenfest ist eine Institution in der sächsischen Weihnachtszeit. Als Teil des weltberühmten Striet- zelmarktes findet es vor dem Kulturpalast statt. Auch in die- sem Jahr konnte sich die Lan- deshauptstadt mit einem neuen Stollen-Rekord schmücken: Der Dresdener Riesenstollen brachte bei 281 cm Länge beachtliche 2,1 Tonnen auf die Waage. Kein Wunder, dass der Pfundskerl auf einem Pferdewagen auf den Markt gezogen werden musste. Bei allem Spektakel wird gleichzeitig auch etwas für den guten Zweck getan. Teile der Erlöse aus dem Verkauf der Stollenstücke gehen traditionell an soziale Projekte in der Re- gion. In diesem Jahr konnte sich unter anderem das Kinder- und Jugendtrauerzentrum »Lacrima« der Johanniter im Regionalver - band Dresden über 3.500 Euro freuen. Neben der großzügigen fi - nanziellen Unterstützung konnte Koordinator Robert Dietsche das Projekt auch auf der großen Bühne vorstellen, um Aufmerk - samkeit für das Thema Trauer bei Kindern und Jugendlichen zu schaffen und betroffenen Familien einen Zugang zu den Angeboten zu eröffnen. Den feierlichen Festakt er - öffnete niemand Geringeres als »August der Starke«. Er zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Herz - blut, Präzision und Gemein - schaftssinn dieses Großereignis organisiert wird. Zum Abschluss bekamen Robert Dietsche und Regional- vorstand Denis Papperitz den Spendenscheck überreicht. Regionalvorstand Denis Papperitz (m.) samt Team und dem Spendenscheck. 21 Johanniter / März 2026 / Landesverband Sachsen
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