Johanniter März 2026

Ein Stau auf der Autobahn, ein Unfall auf der Bundesstraße oder ein medizinischer Notfall mitten im stockenden Verkehr – Situationen wie diese gehören zum Alltag auf deutschen Straßen. Gerade dort, wo es eng wird und große Rettungsfahrzeuge nur schwer oder gar nicht durchkommen, sind schnelle Hilfe und gute Koordination ent- scheidend. Genau hier setzt die Johanniter- Motorradstaffel an. Seit ihrer Gründung im Jahr 2023 unterstützt die Johanniter-Motorradstaffel Börde Rettungsdienste, Polizei und Feuer- wehr dort, wo Flexibilität und Schnelligkeit gefragt sind. Mit speziell ausgerüsteten Mo- torrädern sind die ehrenamtlichen Helferin- nen und Helfer in der Lage, sich auch durch dichten Verkehr zu bewegen, frühzeitig an Einsatzstellen zu gelangen und wichtige erste Maßnahmen zu übernehmen, bis wei- tere Kräfte eintreffen. Unterwegs, wenn es eng wird Autobahnen und Bundesstraßen zählen zu den zentralen Einsatzschwerpunkten der Motorradstaffel. Stausituationen, blockier- te Rettungsgassen und unübersichtliche Verkehrslagen erschweren dort häufig den Zugang zur Unfallstelle. Motorräder bieten in diesen Situationen einen entscheidenden Vorteil: Sie sind wendig, schnell vor Ort und können flexibel eingesetzt werden. Die Aufgaben der Johanniter-Motor- radstaffel sind vielfältig. Sie reichen von der Absicherung von Unfallstellen über Erste-Hilfe-Leistungen und lebensrettenden Sofortmaßnahmen bis hin zur Unterstüt- zung im Stau. Auch bei Veranstaltungen Wenn jede Minute zählt Die Johanniter- Motorrad- staffel Börde Fotos: Johanniter/Motorradstaffel Börde (1) Leiter der Motorradstaffel Fabian Harsteln (links) gemeinsam mit seinem Team und Martin Stichnoth, Landrat des Landkreises Börde (6. von links). kommt die Staffel zum Einsatz, etwa bei Großveranstaltungen oder Gedenkfahrten, bei denen eine schnelle medizinische Erst- versorgung sichergestellt werden muss. Leiter der Motorradstaffel in Börde ist Fabian Harsteln. Er erinnert sich gut an die Anfangszeit: »Wir hätten nie damit ge- rechnet, dass wir in so kurzer Zeit so viel erreichen. Mein Team und ich sind sehr stolz auf unser Ehrenamt.« Zusammenarbeit auf Augenhöhe Was heute selbstverständlich wirkt, musste sich anfangs erst entwickeln. „Zu Beginn war es nicht immer einfach“, berichtet Harsteln. „Es musste erst gesehen werden, dass wir niemandem etwas wegnehmen, sondern unterstützen.“ 16 Johanniter / März 2026 / Landesverband Sachsen-Anhalt/Thüringen / Aus den Regionen

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