Johanniter Juni 2026

Wer im Alter selbst nicht mehr beweglich genug ist, um das Haus zu verlassen, erhält Unterstützung von den Johannitern. Ob durch den Mobilitätshilfedienst in Berlin oder mit den Rikschas, die es gleich an mehreren Orten gibt. Wir waren bei der Saison­ eröffnung in Siegburg dabei. Hinten ein rüstiger Rentner, der strampelt. Und vorn zwei betagte Damen, die den noch frühlingshaft frischen Fahrtwind und die abwechslungsreiche Kulisse von Siegburg beim Auftakt der Saison 2026 genießen: Die Rikschas der Johanniter sind durch einen Elektromotor unterstützte Dreiräder – und das beliebteste Ausflugsmobil der Stadt an der Sieg. „Etwa 77 Mal sind wir vergangene Saison raus- gefahren, mehr hat uns das Wetter nicht erlaubt“, erzählt Eike Hundhausen. Tatsächlich stapeln sich die Anfragen nach einer Rikscha-Ausfahrt bei der Leiterin der „Aktiven Senioren Siegburg“ auf dem Schreibtisch. „2024 sind wir mit nur einer Rikscha gestartet.“ Schnell war klar, dass das nicht reicht. Inspiriert wurden Hundhausen und ihr Projektteam von dem sehr erfolgreichen Projekt „Radeln ohne Alter“ in Bonn. Ganz ursprünglich kommt diese Mobilitätsidee aus Kopenhagen. „Raus aus der Ein- samkeit: durch den Wald nach Lohmar, an der Sieg entlang nach Hennef oder einfach durch die Stadt zur Eisdiele und auf ein Schwätzchen. Es geht uns darum, die zu erreichen, die sonst nicht erreicht werden“, erklärt Eike Hundhausen. Eben „Rikscha op jück“, wie das Projekt in Siegburg im rheinischen Dialekt heißt, also: „Rikscha unterwegs“. Möglich wurde dieses besondere Angebot nur in Kooperation, wie Eike Hundhausen betont. Die Anschaffung der Räder – eines kostet rund Foto: Nikolaus Brade 5 Johanniter / Juni 2026 / In Aktion

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