Johanniter Juni 2026

Seit gut zehn Jahren weiß sich Brigitte Zimmer in guten Händen, wenn sie mit dem Mobilitätshilfedienst unterwegs ist. Ralf Luczak ist ihr dafür ein treuer Begleiter. Einen großen Anteil daran haben die Berliner Mobili- tätshilfedienste. Das vom Land Berlin geförderte Angebot eröffnet Menschen, die eingeschränkt be- weglich sind, Mobilität und eine aktive Teilhabe am Leben. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg erfüllen die Johanniter diese Aufgabe. Das fachlich geschulte Team begleitet mehr als 450 Klienten im Alltag – ob bei Einkäufen, ins Theater oder zu Arzt- und Friseur- besuchen. Brigitte Zimmer nimmt diese Hilfe schon seit mehr als zehn Jahren in Anspruch. Am meisten fiebert sie den Angeboten zur Teilhabe entgegen. Da treffen sich Interessierte zu gemeinsamen Spazier- gängen im Park oder Ausflügen in die Umgebung. „So oft, wie ich darf“, antwortet sie auf die Frage, wie häufig sie dort ist. „Das sind meine Highlights!“ Wohin dann letztendlich die Reise geht, ist ihr fast egal: „Das Beste ist immer das Zusammensein!“ Am liebsten zusammen / Heute steht der Körner- park im Stadtteil Neukölln auf dem Programm. Während Ralf Luczak seine Klientin die Rampe zur Liegewiese hinunter schiebt, erspäht Brigitte Zim- mer schon die kleine Gruppe, die sich dort versam- melt hat. Ihre Freundin ist noch nicht da. Nervös nestelt sie an ihrem Handy. Endlich trifft die Nach- züglerin ein, die Puzzles wechseln die Besitzerin. Nach ein, zwei Runden durch den Park macht der Trupp an einer Bank Pause. Die Stimmung ist ausge- Die Johanniter machen mobil Erreichbar sind die im Text genannten Angebote der Johanniter wie folgt: Rikscha Siegburg Tel. 02241 60931 E-Mail: eike.hundhausen@johanniter.de Rikscha Liederbach Tel. 069 366006-600 E-Mail: vera.neumann@johanniter.de Wheels on water Tel. 06131 93555-27 E-Mail: claudia.siebner@johanniter.de Mobilitätshilfedienst Tel. 030 419530-1111 E-Mail: marian.uecker@johanniter.de lassen. Brigitte Zimmer lehnt sich in ihrem Rollstuhl zurück und reckt das Gesicht in die Sonne. „Ich bin schon 90“, sagt sie, „ist das nicht toll?“ Das Ziel all dieser Aktivitäten der Johanniter ist klar: Spätestens, wenn die Frühlingsluft wieder nach draußen lockt und die Sonnenstrahlen gegen den Vitamin-D-Mangel helfen, sollen auch die Menschen wieder unter die Leute kommen und mehr am Leben teilhaben, die nicht mehr die Kraft und Beweglich- keit haben, das von alleine zu tun. Und wenn man erstmal auf einer Rikscha sitzt, dann lässt sich auch leichter darüber reden, welche Hilfen vielleicht sonst noch im Alltag benötigt werden und wie die Johan- niter dabei unterstützen. / Peter Altmann / Ilona Schäkel Foto: Nikolaus Brade „Das Beste ist immer das Zusammensein.“ Brigitte Zimmer, Klientin beim Berliner Mobilitätshilfedienst Johanniter / Juni 2026 / In Aktion 8

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