Johanniter September 2026
Netzwerke greifbar machen: Beim Workshoptag des Johanniter- Pflegeteams Dülmen war das bei der Entwicklung des Konzepts auch ein Thema. Svjetlana Kosoric: „Tolle, hochmotivierte Menschen, die sich integrieren wollen.“ bildender“. Das Ziel ist es, ausländische Pflegefachkräfte nicht nur anzuwerben und auszubilden, sondern auch zu integ - rieren. Den Beteiligten ist klar: Wer inter national Personal anwirbt, trägt auch Verantwortung. Verantwortung für eben solche neue Fach- kräfte wie Tarek, der in seiner tunesischen Heimat schon einen Studiengang als Pfle - gefachmann absolviert hatte und bereits elf Jahre im Beruf tätig war. Oder Stepha - nie, die in ihrer Heimat Madagaskar davon gehört hat, dass in Deutschland Fachkräfte gesucht werden und eine Ausbildung mög- lich sei. Oder Dina, die in Algerien un - bedingt im Pflegebereich arbeiten wollte, aber keine Anstellung fand. Mit rotem Faden / Silvia Ruhuza, Co-Lei - terin der Pflegeschule, wo die Ausbildung stattfindet, spricht von einem Konzept, das einen roten Faden habe und eine gute Perspektive für die neuen Fachkräfte biete. „Alle kommen mit Hoffnungen und Erwar- tungen zu uns und haben persönlich ein großes Investment auf sich genommen, daher ist die Motivation und das Engage- ment, die beruflichen Ziele zu erreichen, enorm hoch“, sagt Ruhuza. Die damit für die Johanniter verbundene Verantwortung ist ihr deutlich bewusst. Das WandelWerk der Johanniter-Akademie begleitet Prozes- se, hat im Blick, welche Fragen die Mit - arbeitenden und Auszubildenden haben und was die nächsten Schritte sind, weiß Esther van der Wals, die Transformations- Managerin. Das Ziel des Projekts ist klar: ein Modell installieren, Strukturen schaf - fen, hohe Pflegequalität sicherstellen, alle im Prozess Beteiligten einbinden und dabei eine echte Integration der Pflegefachkräfte organisieren. Für Menschen, die aus Alge - rien oder Marokko, aus Tunesien, Mada - gaskar oder der Türkei stammen. Egal, wo sie in ein Flugzeug gestiegen und sich auf den Weg gemacht haben, der Ein - stieg in Deutschland ist für alle mit gleichen Hürden verbunden: Bei den Ämtern gilt es Herausforderungen zu überstehen, die Arbeitserlaubnis und der Aufenthaltsstatus müssen geklärt und eine Bleibe gefunden werden. „Die Belastungen sind hoch, vieles ist anders als in den Heimatländern.“ Von den Sprachbarrieren ganz abgesehen. Da - von können sie alle berichten. Das Ankommen ist ein sehr komplexes Thema. Denn Dina und Oussama, Tarek, Stephanie und Nawress haben bereits in Fotos: Johanniter (l.), Nikolaus Brade 10
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