Johanniter September 2026
„ Mit dieser Ausstattung können wir im Katastrophen fall bis zu 200 Menschen mehrere Tage lang versorgen.“ Christian Eckhardt, Zugführer im Bevölkerungsschutz ten mussten. „Drei verschiedene Einheiten im Land verteilt, jede davon mit eigenem Alarmierungs - system, die Unterbringung zum Teil baufällig – so stelle ich mir Respekt vor der ehrenamtlichen Arbeit nicht vor“, so Carsten Herde. Als dann eine Finanzie - rung durch das Land Sachsen für einen erweiterten Katastrophenschutz im Raum stand, machte Herde Nägel mit Köpfen. Wichtigster Schritt war für ihn die Zusammenführung der Einheiten und ein ge- meinsames Hauptquartier. Gefunden hat er das in einem leerstehenden Autohaus. Was erst einmal ungewöhnlich klingt, hat sich schnell als perfekte Immobilie erwiesen: „Ein Autohaus ist eine Sonder - immobilie – viel mehr als wieder ein Autohaus wird es kaum werden. Für uns aber bietet es genügend befahrbare Fläche für unsere Einsatzwagen, viele Lagerräume und große Parkplatzflächen sowie gleichzeitig Aufenthalts- und Büroräume“, so Herde. Und der damalige Regionalvorstand hatte noch eine Idee, die sich im Nachhinein als besonders wichtig erweisen sollte. „Auf der Suche nach Möglichkeiten, die Ausgaben für das Autohaus und den Umbau für unsere Zwecke zu refinanzieren, habe ich überlegt, welche Dienste der Johanniter denn noch in dem Haus unterkommen könnten.“ Und so bietet das Akkon Heidenau heute Räume für das Kursange- bot des Johanniter-Bildungszentrums Dresden, und bringt den mobilen Pflegedienst sowie die Hausnot - rufzentrale unter. Auch die Motorradstaffel und die Rettungshundestaffel haben hier ihren Standort und starten ihre Einsätze. Tagtägliche Nutzung also – und trotzdem bereit für den Notfall. Autark am Start / Für diesen ganz unkonkreten Notfall geht der Ausbau weiter. Diesen Sommer ha - ben die Johanniter das Akkon Heidenau II in Betrieb genommen. Direkt neben dem ehemaligen Autohaus ist eine große Halle entstanden, die einer Rettungs - wache ähnelt: Platz für sechs Einsatzwagen im Erd - geschoss, Einsatzzentrale und Aufenthaltsräume im 1. Stock. „Mit dieser Ausstattung können wir im Ka - tastrophenfall dank Photovoltaikanlagen, Notstrom - aggregat und Wasseraufbereitungsanlage bis zu 200 Menschen mehrere Tage lang versorgen. Und wir lagern für insgesamt 1.000 Menschen Material zur Versorgung ein – das heißt, wir können binnen kurzer Zeit aus unseren eigenen Mitteln eine Auf- nahmestation ausstatten“, sagt Christian Eckardt. Aktuell ist dieses Material in Containern eingelagert, Bei Bedarf kann das Akkon Heide- nau auch zu einem Rückzugsort für bis zu 200 Men- schen umgestaltet werden. Fotos: Sebastian Späthe (u. l.), Nikolaus Brade, Martin Storch (o. r.) Johanniter / September 2026 / In Aktion 7
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