Johanniter September 2026

Pflege Gut ankommen – und bleiben. Pflegefachkräfte sind begehrt. Inzwi - schen kommen sie aus vielen Ländern der Welt zu uns. Damit sie auch bleiben, arbeiten die Johanniter in Münster an einem Projekt für Ansätze von der An- werbung bis zur richtigen Integration. Sie heißen Tarek, Stephanie, Nawress, Dina und Oussama. Sie kommen aus Tunesien, Madagaskar und Algerien. Und sie könn - ten Teil der Lösung eines Problems sein, mit dem das deutsche Pflegesystem zu kämpfen hat: Bis 2030 werden 500.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Aber der Arbeitsmarkt hierzulande gibt das nicht her. Svjetlana Kosoric, Pflegedienstleitung im Regionalverband Münsterland/Soest hat schon vor Jahren erkannt, dass in der am - bulanten Pflege viele Fachleute der Boo - mer-Generation in Rente gehen, aber nicht so viele nachfolgen, wie benötigt werden. Voller Stolz erzählt sie heute von ihrer ersten ausländischen Pflegefachkraft, die über eine Agentur aus Albanien angewor- ben wurde und fachlich sowie menschlich bestens in die Pflege und das Team passte. Warum sollten also nicht weitere Fachkräf- te aus dem Ausland gesucht werden, die die ambulante Pflege bereichern und die Versorgung der Patienten sichern würden? Überzeugungsarbeit leisten / Mit ihrer Idee, ein umfassendes Konzept zu erstel - len, in dem detailliert beschrieben wird, wie Interessierte aus dem Ausland zu rek - rutieren, zu integrieren und vor allem auch zu binden sind, überzeugte sie sofort. „Es nutzt ja niemandem, wenn die Menschen nach wenigen Monaten demotiviert sind und uns wieder verlassen“, sagt Kosoric. Daraus entstand in Kooperation mit der Pflegeschule Münster und dem WandelWerk der Johanniter-Akademie das Projekt „Rekrutierung & Integration inter - nationaler Pflegefachkräfte und Auszu - Foto: Nikolaus Brade Johanniter / September 2026 / In Aktion 9

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