Johanniter September 2026

Gedanken von Landespfarrerin Anne-Christina Wegner Sommer ist die Zeit, in der ich in fremde Kir- chen gehe. Und fast unwillkürlich beginne ich zu staunen. Über den Glauben der Menschen, die die Kirche errichteten. Ohne die Möglich- keiten unserer Zeit bauten sie, manchmal über Generationen hinweg. Warum? Sie woll- ten einen guten Raum für ihren Glauben. Da- rum erzählen Kirchen von Vertrauen und von Hoffnung und von Ehrfurcht. Ehrfurcht vor einem Gott, der Kraft, aus der alles kommt, die alles trägt. Vertrauen und Hoffnung, weil er immer an unserer Seite ist, voll Liebe und Güte. Kirchen erzählen von Menschen, die überzeugt waren: Gott trägt weiter, als unse- re eigenen Kräfte reichen. Die Gotteshäuser sind größer als unsere Kraft – aber kleiner als unser Glaube. Glaube öffnet grenzenlose Möglichkeiten. Jesus sagt: Dem Glaubenden ist alles möglich. Natürlich, Schwierigkeiten verschwinden nicht einfach, weil man glaubt. Wir wissen alle, dass unser Alltag schwer sein kann- wir leben in einer Zeit in der wir eher streiten, als gemeinsam nach Wegen zu su- chen. In der wir den Riss in der Gesellschaft auch in den Familien, Dörfern Städten erle- ben. Dieser Riss kommt aus der Angst. Angst vor denen, die anders leben, anders glauben, Angst vor denen, die Angst als Machtmittel benutzen. Aber der Glaube verändert unse- ren Blick. Er weitet unsere Perspektive, bis sie alle einschließt. Und das brauchen wir, einander zu sehen, einander anzunehmen. Auch die, die es uns schwer machen. Damit wir uns aus der Angst lösen und dafür Gott vertrauen und Hoffnung verbreiten. Jesus sagt: „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“ Salz bewahrt Speisen vor dem Verderben. Licht vertreibt die Dunkel- heit. Licht scheint für alle, die ihren Weg su- chen. Lasst euer Licht scheinen, sagt Jesus. Dann entdecken wir: Unsere Nächsten sind alle, die uns über den Weg laufen – ob wir sie mögen oder nicht, wir begegnen ihnen mit Achtung. Gerade in Sachen Nächstenlie- be können wir als Johanniter Vorbilder sein. Dann wird sichtbar: Unsere Gemeinschaft be- steht aus Menschen, die Hoffnung schenken und den Riss heilen. Ihre Anne-Christina Wegner DANKE FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG UNSERER MOTORRADSTAFFEL Die Johanniter-Motorradstaffel Börde leistet schnelle Hilfe auf Autobahnen, Bundesstraßen und bei Veranstaltungen. Für den weiteren Ausbau der Staffel danken wir der Stiftung Zukunftsfonds Morsleben für ihre Unterstützung. Durch die Förderung konnten unter anderem folgende Ausstattungsgüter angeschafft werden: • zwei Einsatzmotorräder • Fahrzeugbeklebung • vier neue Helme • Funkgeräte und Funktechnik • weitere Versorgungs- und Einsatzmaterialien Ein herzliches Dankeschön gilt auch unseren Fördermitgliedern. Nach dem Spendenaufruf im Frühjahr gingen insgesamt 1.386 Euro für die Motorradstaffel ein. Mit dieser Unterstützung können laufende Kosten wie Kraftstoff, Wartung und medizinisches Material finanziert werden. Vielen Dank an die Stiftung Zukunftsfonds Morsleben sowie an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die schnelle Hilfe auf zwei Rädern möglich machen. 21 Johanniter / September 2026 / Landesverband Sachsen-Anhalt/Thüringen / Aus den Regionen

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