Johanniter Juni 2026

Der Sommer steht vor der Tür, bald star- tet die Hauptreisezeit. Eine gute Vor- bereitung zahlt sich dabei besonders für Seniorinnen und Senioren aus – damit der Aufenthalt in anderen Ländern auch zur Erholung und Bildung beiträgt und nicht zum Ärgernis wird. Ob an der Nordsee, in den Bergen oder im Ausland: Damit die kommenden Ferien entspannt bleiben, lohnt sich vorab ein genauer Blick auf die Themen Gesund- heit, Sicherheit und Reiseorganisation. Vor einem längeren Aufenthalt in einem anderen Land gehört die Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt un- bedingt dazu. Oft reicht schon ein kurzer Check, um zu klären, ob geplante Aktivi- täten (z. B. Wanderungen, Flugreisen, Kreuzfahrten) auch wirklich zum eigenen Gesundheitszustand passen. Damit Sie im Urlaub nicht „ohne alles“ da- stehen, lohnt sich eine kleine Reise-Check- liste. Wichtig sind: • ausreichend Medikamente für die ge- samte Reisedauer – mit einem kleinen Puffer für Eventualitäten wie Flugaus- fälle etc. • eine Liste der Medikamente (Wirk- stoff, Dosierung) und Diagnosen. Ach- tung: Nicht in alle Länder dürfen starke Schmerzmittel eingeführt werden. Eine ärztliche Bescheinigung, am besten auf Englisch, ist hier hilfreich. Für eini- ge Blutverdünner ist es sinnvoll, einen Notfallausweis mitzuführen, der auf das erhöhte Blutungsrisiko hinweist • der Impfpass (insbesondere bei Fernrei- sen und in tropische Länder) • die Krankenkassenkarte und ggf. private Versicherungsunterlagen Notfallkontakte – digital und analog / Notieren Sie sich vor der Reise wichti- ge Erreichbarkeiten: Notrufnummern im Reiseland, die Kontakte zu Ihrer Versiche- rung, zu Ihrem Hausarzt und zu nächsten Angehörigen. Tragen Sie diese am bes- ten sowohl auf Papier als auch im Handy bei sich. Und hinterlassen Sie bestenfalls auch einen Reiseplan, bzw. Kopien Ihrer Buchungsunterlagen bei Bekannten oder Verwandten. Sind Sie auf wichtige Medikamente an- gewiesen? Dann gehören diese an Reise- tagen immer ins Handgepäck – nicht in den aufgegebenen Koffer. So vermeiden Sie Probleme, wenn Gepäck verloren geht, fehlgeleitet wird oder verspätet ankommt. Bei Reisen in sehr warme Länder gehören Medikamente möglichst in eine Kühlta- sche oder zumindest an einen schattigen, kühlen Ort. Krankenversicherung fürs Ausland / Im Vorfeld einer Reise empfiehlt es sich un- bedingt, eine Auslandsreise-Krankenver- sicherung abzuschließen – auch für Reisen innerhalb der EU, weil die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Leistungen über- nehmen. Für den Ernstfall sollte diese sowohl die Kosten für ambulante als auch für stationäre Behandlungen abdecken. Mitglieder der Johanniter-Unfall-Hilfe ge- nießen bereits einen besonderen Schutz: Sie können im Falle eines medizinisch not- wendigen Rücktransports nach Deutsch- land zurückgebracht werden. Sinnvoll ist es, sich im Vorfeld mit den Rahmenbedin- gungen auseinanderzusetzen, die für diese im Mitgliedsbeitrag inbegriffene Dienst- leistung gelten: • In Anspruch nehmen können sie aktive und fördernde Mitglieder, deren Ehegat- ten oder Lebensgefährten sowie deren Kinder, sofern für diese noch Kindergeld bezogen wird. • Es muss eine Erkrankung oder Unfall- verletzung vorliegen, die im Ausland eingetreten ist und die eine Behandlung erfordert, in deren Verlauf eine Rückfüh- rung medizinisch notwendig wird. • Der Hauptwohnsitz des Betroffenen liegt in Deutschland und der jährliche Mit- gliedsbeitrag muss entrichtet worden sein. Weitere Details dazu siehe unten. Der Kontakt zur Alarmzentrale der Johanniter: Tel. +49 (0)221 89 10 33 Fax: +49 (0)221 89 03 100 E-Mail: alarmzentrale.koeln@ johanniter.de www.johanniter.de/ auslandsrueckholdienst Foto: Adobe Stock Johanniter / Juni 2026 / Fürs Leben 25

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