Johanniter Juni 2026
Foto: Gerhard Bieber In der Freizeit im Einsatz Die First Responder aus Rottach sind bei Notfällen schnell vor Ort Als Erster am Unfallort: der First Respnder RV München / Was unterneh- men Handwerker, ein Hotelier sowie weitere Berufstätige und Studierende aus Rottach und Umgebung in ihrer raren Freizeit? Sie steigen in ein Einsatzfahrzeug und fahren als ehrenamtliche First Responder zu Notfällen. Gerade in Zeiten, in denen sie beruflich gut ausgelastet sind, passieren die meisten Unfälle in der Urlaubs- region Tegernsee. Ein Szenario: Der Not- ruf meldet einen schweren Unfall - ein Auto hat sich in einer Spitzkurve überschlagen. Die First Responder reagieren schnell, denn jede Minute zählt. Während der Rettungswagen nach einem Paralleleinsatz und der damit verbundenen länge- ren Anfahrt noch unterwegs ist, sind zwei First Responder der Johanniter schon vor Ort. Ausgebildet als Notfallsanitäter und Sanitätshelfer beruhigen sie die Verletzten, leisten Erste Hilfe und überbrücken so die kritische Zeit bis der Notarzt eintrifft. In Rottach engagieren sich zehn bis zwölf Ehrenamt- liche im Schichtdienst — nachts an Werktagen, tagsüber am Wochenende. Sie bringen für die Erstversorgung medizini- sches Fachwissen, Sauerstoff, EKG und Verbandsmaterial mit. Sie verschaffen sich einen Überblick, stabilisieren Betrof- fene und bereiten alles für den Weitertransport vor. Als zuletzt ein neues Fahr- zeug benötigt wurde, spendete die Hubertus Altgelt-Stiftung 25.000 Euro und ermöglichte so, gemeinsam mit zwei weite- ren großzügigen Stiftungen, die Beschaffung. Die Ausbildung und Ausrüstung der Ehren- amtlichen wird über Förder- mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Der First-Responder- Dienst entstand, weil in länd- lichen Gegenden die Anfahrts- zeit des Rettungswagens manchmal bis zu 30 Minuten dauern kann. Rund 100-mal im Jahr wird das Team alarmiert. Die Retter kennen sich in ihrer Region hervorragend aus und fühlen sich menschlich eng verbunden. Deshalb spenden sie gerne ihre freie Zeit. Wenn Hilfe gebraucht wird, sind sie schnell da — mitfühlend, kompetent und im- mer einsatzbereit. Menschen in Not spüren dadurch eines ganz deutlich: Sie sind nicht allein. 19 Johanniter / Juni 2026 / Landesverband Bayern
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