Johanniter Juni 2026
Dabei braucht es gerade jetzt verlässliche Unterstützung von Helfenden wie Amju- ma: Sie überprüft den Entwicklungsstand von Kindern und erkennt Krankheiten wie Malaria, Lungenentzündung oder Magen- Darm-Infektionen. In den vergangenen Jahren hat sie auf diese Weise zahlreiche Kinder mit einfachen Mitteln aus ihrer klei- nen Medikamentenkiste behandelt. Frauen und Männer wurden von den Jo- hannitern geschult, so dass ein Netzwerk an Gemeindegesundheitshelfenden ent- standen ist. „Unsere integrierten Gesund- heitsprojekte haben die größte Wirkung erzielt“, erklärt Cephas Munjeri. Angebote eingeschränkt / Doch dieses erfolgreiche Programm ist bedroht. Die Finanzierung reicht nicht mehr aus, um alle Gesundheitshelferinnen und -helfer weiterhin zu unterstützen. Medikamente werden knapp, einige Angebote mussten bereits eingeschränkt werden. Auch Am- juma kann nur helfen, solange sie Nach- schub an Medikamenten bekommt. „Einer Mutter sagen zu müssen, dass ihr Kind sterben wird – obwohl ich weiß, dass ich es „Einer Mutter sagen zu müssen, dass ihr Kind sterben wird: Das verursacht in mir Schuldgefühle.“ Amjuma Kanal Ramadan, Gesundheitshelferin im Südsudan Amjuma kommt mit ihrer Hilfe im Südsudan bislang auch noch in verlassene Gegenden. hätte retten können: Das verursacht in mir große Schuldgefühle“, sagt sie leise. Doch ihre Medikamentenkiste ist leer. „Zusätzliche Mittel würden uns die Mög- lichkeit geben, die Gesundheitsversorgung flächendeckend auszubauen, Investitio- nen in Wasser und Hygieneinfrastruktur zu tätigen und Menschen durch die Ver- teilung von Saatgut und landwirtschaft- lichen Geräten beim Aufbau einer Lebens- grundlage zu unterstützen. Dann könnten sie sich selbst versorgen und hätten eine Perspektive“, so Munjeri. „Mein Wunsch wäre es, dass wir in der Lage sind, unsere Programme für Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherheit sowie unsere WASH-Programme weiterzuführen. Ich weiß, dass unsere Arbeit für die Menschen einen Unterschied macht.“ / Birte Kötter Foto: Peter Irungu Nachhaltig helfen Als WeltPate der Johanniter- Auslandshilfe helfen Sie genau dort, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird – kontinuierlich und nachhaltig. Mit einer regel- mäßigen Spende sorgen Sie dafür, dass Gesundheitshelferinnen wie Amjuma ausgebildet, ausgestat- tet und unterstützt werden. Ihre Hilfe ermöglicht die Bereitstellung lebenswichtiger Medikamente und sichert den Einsatz mobiler Klini- ken in entlegenen Regionen. Eine WeltPatenschaft bedeutet: Sie schenken Sicherheit, wo es keine gibt. Sie geben Hoffnung, wo sie schwindet. Und Sie retten Leben – jeden Tag. www.johanniter.de/ weltpate 12
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