Johanniter Juni 2026

Hamburg / Stromausfall – Wanne voll? Was zunächst absurd klingt, hat einen einfa- chen Grund: Viele Systeme unseres Alltags funktionieren nur, solange im Hintergrund Elektrizität fließt. Selbst das Wasser aus dem Hahn kann bei längeren Stromausfällen knapp werden. Wasserwerke und Pumpsta - tionen benötigen Strom, um Wasser aufzu- bereiten und in Haushalte zu transportieren. Sinkt der Druck im Leitungsnetz, kann nach einiger Zeit kein Wasser mehr aus dem Hahn fließen. Die Johanniter empfehlen daher, möglichst früh Wasser zu speichern, etwa in der Bade- oder Duschwanne oder in größeren Behältern. Dieses Wasser kann zum Kochen auf dem Gaskocher oder für die Toilettenspülung genutzt werden. Haus - halte, die keinen präventiven Trinkwasser- vorrat angelegt haben, können mithilfe von Camping-Faltkanistern schnell Trinkwasser abfüllen. Auch Toiletten sind indirekt vom Strom abhängig. Zwar funktioniert die Jahresthema: BERE!T FÜR ALLE FÄLLE Tipp: Beim Stromausfall die Wanne volllaufen lassen Die Johanniter im Norden Mehr Tipps finden Sie auf unserer Landingpage zum Jahresthema: www.johanniter.de/nord/vorbereitet Spülung mechanisch, doch das Wasser muss zuvor in den Spülkasten gelangen. Pumpen in Wasserwerken oder Druckerhöhungsanlagen in Gebäuden sorgen dafür. Solange genügend Wasser im Spülkasten ist, funktioniert dieser noch ein- oder zweimal. Danach bleibt die Spülung trocken. Sollte ein Stromausfall meh - rere Tage dauern, kann das zum hygienischen Problem werden. Deshalb ist der Wasservor - rat in der Wanne sinnvoll zum Nachspülen. Auch Tankstellen können ohne Elek- trizität keinen Kraftstoff abgeben, selbst, wenn die unterirdischen Tanks noch gefüllt sind. Pumpen, Zapfsäulen und Kassensyste - me benötigen Strom, die wenigsten Tankstel- len verfügen über Not-Handpumpsysteme. Wer auf ein Fahrzeug angewiesen ist, sollte den Tank nicht dauerhaft auf Reserve fahren.

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