Johanniter Juni 2026
Fotos: Tobias Naumann Freundlich und modern sieht es auch innen aus. Von Außen erstrahlt das »Akkon« Aue bereits in neuem Glanz. Im Innenbereich sind noch ein paar letzte Handgriffe notwendig. Katastrophenschutz stärken: Ein neues »Akkon« im Erzgebirge Aue-Bad Schlema / Benannt nach dem mittelalterlichen Hauptsitz der Johanniter im »Heiligen Land«, setzt das »Akkon«-Konzept auf zentrale Einsatzstützpunkte für den Be- völkerungsschutz. Seit Januar 2025 laufen im Erzgebirge die Umbauarbeiten in einem ehe- maligen Autohaus. Das Millio- nen-Projekt soll nicht nur Platz für Ausrüstung, Rettungsdienst und Einsatznotrufdienst bieten, sondern fungiert im Krisenfall auch als regionales Katastro- phenschutzzentrum. Resilienz und Nachhaltigkeit Warum überhaupt ein Auto- haus? „Das Gebäude bot auf- grund der großen Räumlichkei- ten beste Voraussetzungen für die Unterbringung der notwen- digen Ausrüstung im Krisenfall sowie für eine moderne Fahr- zeugflotte“, erklärt Regionalvor - standsmitglied Ingo Reichel der Johanniter im Regionalverband Chemnitz/Erzgebirge. „Auch im Sinne der Nachhaltigkeit war uns wichtig, ein Bestandsge- bäude zu nutzen und nicht kom- plett neu zu bauen“, ergänzt er. Die Bauarbeiten am neuen »Akkon« schreiten planmäßig voran. Sah man vor einem Jahr noch rausgerissene Wände und blanken Beton, erstrahlt das Einsatzzentrum mittlerweile in neuer Farbe. Derzeit laufen letzte Innenausbauarbeiten. Ein besonderer Fokus lag auf der nachhaltigen und energetischen Aufwertung des Gebäudes. Durch zusätzliche Dämm-Maß- nahmen im Dach- und Fassa- denbereich sowie den Einbau moderner, energieeffizienter Fenster konnte der energetische Standard deutlich verbessert werden. Die neuen Räume für die Rettungswache sind bereits fertiggestellt und im Einsatz. Das neue »Akkon« liegt in direkter Nachbarschaft zur bestehenden Rettungswache in Aue-Bad Schlema und soll diese im Normalbetrieb unterstützen. Neben Fahr- und Einsatznotruf- dienst finden hier auch Aus - bildungs- und Seminarräume sowie Trainingsstationen für die Aus- und Fortbildung im Ret- tungsdienst Platz. „Wir hatten nicht nur mit begrenzten Lagerkapazitäten zu kämpfen, sondern auch mit der Unterbringung von Ein- satzmaterial, Fahrzeugen und Personal“, sagt Reichel und ergänzt: „Das neue Einsatzzen- trum schafft dringend benötig- ten Raum für eine funktionale und effiziente Organisation im Krisen- und Katastrophenfall.“ Für akute Einsatzfälle stehen zukünftig eine Feldküche und Betreuungszelte zur Ver- fügung, mit denen bis zu 400 Menschen versorgt werden können. „Da das Einsatzzentrum weitgehend autark versorgt werden soll, waren Planung und Umsetzung der technischen An- lagen besonders komplex und anspruchsvoll“, so Ingo Reichel. Notstromaggregat, ein Brunnen zur Brauchwasserversorgung sowie eine große Photovoltaik- anlage sollen bei Bedarf auch den angrenzenden Bereich von Bad Schlema versorgen können. Eine sichere Festung Mit dem »Akkon« Aue stär- ken die Johanniter nachhal- tig die Kriseninfrastruktur in der Region. Die moderne und energieeffiziente Einrichtung stellt sicher, dass im westlichen Erzgebirge auch in Notfällen eine verlässliche Versorgung gewährleistet ist. Das »Akkon« Aue-Bad Schlema wird am 19. Juni 2026 feierlich eröffnet. Der schicke Empfang mit schönem Holztresen. 20 Johanniter / Juni 2026 / Landesverband Sachsen
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