Johanniter September 2026

Andere Zeiten, selbe Thematik: Die richtige Praxis bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Paten zu Besuch: Richard Meyer (KV Schwaben), Dr. v. Wirsing, Ullrich Kremser (KV Kempten) und Siggi Paul (KV Kempten) (v.l.n.r.). Manchmal braucht Aufbruch mehr Zeit Auch in anderen Regionen Sachsens war der Impuls zum Aufbruch zu spüren – zum Beispiel in Meißen oder Leipzig. Manche Verbände starteten etwas später: In Dresden etwa begann 1992 die Aufbauarbeit. Was damals als kleiner Verband begann, ist heute eine tragende Säule der sozialen Infrastruktur in der Landeshauptstadt. „Was mich an dieser Geschichte noch heute bewegt, ist die Selbstverständlich- keit, mit der Menschen damals angefangen haben zu helfen – ohne großen Apparat, ohne Garantien, einfach weil es das Richti- ge war“, erklärt Regionalvorstandsmitglied Denis Papperitz aus dem Regionalverband Dresden. Heute hat der Regionalverband 14 Kindertageseinrichtungen, sieben Pfle - gedienste und Einrichtungen für das be- treute Wohnen, eine Rettungswache, zwei Einheiten im Bevölkerungsschutz, eine Mo- torradstaffel und eine Rettungshundestaffel sowie das erste sächsische Akkon-Katastro- phenschutzzentrum in Heidenau. Der unbedingte Wille zu helfen Ginge man all diesen Gründungsgeschichten bis ins Detail nach, gäbe es Anekdoten und Erinnerungen, die ganze Bände füllten. Was sich aber anhand dieser Schlaglichter zeigt: Es war immer derselbe Antrieb: Für Johan- niter geht es darum, Menschlichkeit zu zei- gen. Aus Überzeugung und Verantwortung. Heute sind die Johanniter in sechs Verbänden in ganz Sachsen verankert. Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen, was aus diesen mutigen Anfängen wurde: 76.430 Einsätze in der Notfallrettung, 276.283 Fahrten für Menschen mit Mobilitätsein- schränkung, 63 Johanniter-Kindertagesein- richtungen, 14.662 Hausnotruf-Kunden, 26.644 Fördermitglieder – und 1.725 ehrenamtlich Helfende, die sich jeden Tag mit Herzblut für das einsetzen, was 1989 mit einem Telegramm begann. All das war kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von Vertrauen. Ihrem Vertrau- en als Mitglieder, Helfende und Fördernde. Danke, dass Sie Teil dieser Geschichte sind – und Teil von dem, was noch kommt. „35 Jahre Johanniter in Sachsen – das bedeutet für uns: Wir sind gewachsen, doch unser Kern ist gleichgeblieben“, resümiert Dietmar Link, Mitglied des Landesvorstan - des der Johanniter-Unfall-Hilfe, Landesver - band Sachsen. „Der Mensch steht im Mittel- punkt. Das war 1990 so und gilt bis heute.“ 17 Johanniter / September 2026 / Landesverband Sachsen

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